HERAUSGEBER: ENERGIE SÜDBAYERN GMBH | 3/2010
Sehr geehrte Kunden,

der Herbst ist da und die Tage werden kürzer und kühler. In dieser Ausgabe von Energie + Sparen dreht sich daher alles um Licht, Wärme und Sicherheit bei der Energieversorgung zu Hause. Wir stellen die wichtigsten Typen von Energiesparlampen vor und geben Hausbesitzern eine Checkliste an die Hand, mit der sie die Hausschau ihrer Gasinstallationen Schritt für Schritt selbst durchführen können. Im Ticker erklären wir, worum es bei der EEG-Umlage geht und wie sich Verbraucher im Internet selbst ein Bild von unseren vier „verkabelten“ Mikro-BHKW machen können.

Viel Spaß beim Lesen und Energie(+)sparen!

Mareike Lehnhardt | Energie Südbayern | Unternehmenskommunikation
THEMEN


Energiesparlampen im Vergleich

Checkliste: Die Gasschau im Haus

Energie + Sparen-Ticker


ESB ENERGIE + SPAREN | 3/2010
Leuchten und sparen
Energiesparlampen im Vergleich

Je kürzer die Tage, desto wichtiger ist die Beleuchtung in Haus und Wohnung. Verbraucher, die es nicht nur hell und gemütlich möchten, sondern dabei noch Energie sparen wollen, haben heute die Wahl zwischen unterschiedlichsten Systemen. Der Energieversorger ESB stellt die drei Wichtigsten vor.

Quelle: Deutsche Energieagentur e.V.
Energiesparlampen sind seit Jahren auf dem Vormarsch – rund 80 Prozent der deutschen Haushalte setzen auf die sparsame Lichtquelle. Eine Lebensdauer von 6.000 bis 15.000 Stunden und eine bis zu fünfmal höhere Energieausbeute im Vergleich zur Glühbirne machen sie zum beliebten Leuchtmittel. Der größte Einspareffekt lässt sich beim Umstieg auf eine 20- Watt-Energiesparlampe erzielen. In zehn Jahren beträgt die Ersparnis rund 154 Euro, wie kürzlich Stiftung Warentest ermittelt hat. Doch Energiesparlampe ist nicht gleich Energiesparlampe. Insbesondere was Schaltfestigkeit (An- und Ausschalten), Lebensdauer, Dimmbarkeit, versprochene Helligkeit oder Temperaturfestigkeit angeht, gibt es große Unterschiede. Übrigens: Im Gegensatz zur klassischen Glühbirne sagt die Wattzahl nicht unbedingt etwas über die Helligkeit aus. Sie wird hier in Lumenwatt (lm) angegeben. Eine 75-Watt-Glühbirne entspricht in etwa 935 lm. Wichtig: Defekte Energiesparlampen gehören nicht in den Hausmüll. Daher immer in einer Sammelstelle abgeben.

Light-Emitting-Diodes – kurz LED genannt, stehen für eine neue Generation von energiesparenden Lampen. Sie arbeiten mit Halbleiterkristallen, die der Strom zum Leuchten anregt. Ein 10-Watt-Modell erreicht in etwa die Lichtausbeute einer 75-Watt-Glühbirne – fast ohne Wärmeentwicklung. Bei neuen Modellen lässt sich nicht nur die Helligkeit verändern, sondern gleichzeitig auch der Farbton des Lichts anpassen – hell zum Arbeiten, dunkler und wärmer zum Dinner. Doch auch diese Leuchtmittel werfen Schatten: Mit 30 bis 50 Euro sind Marken-Lampen noch zu teuer, als dass sie sich energetisch amortisieren würden und günstigere Discounter-Produkte konnten auf dem Prüfstand bislang noch nicht recht überzeugen. Unschlagbar ist die Lebenszeit: 25.000 bis 50.000 Stunden – fast 6 Jahre Dauerlicht werden von den Herstellern versprochen.

Die Leuchtstofflampe, umgangssprachlich auch als Neonröhre bezeichnet, arbeitet sehr wirtschaftlich – und hat kürzlich ihren 70. Geburtstag gefeiert. Sie erreicht eine sehr lange Lebenszeit und leuchtet bis zu 85 Prozent energieeffizienter als eine Glühlampe. „Neonröhren“ enthalten nur im Namen das Edelgas Neon, in der Lampe befindet sich das günstigere Argon. Defekte Röhren dürfen nicht in den Hausmüll wandern, sondern müssen aufgrund des enthaltenen Quecksilbers fachgerecht entsorgt werden.

Glühlampen hingegen werden ab 2012 gänzlich aus dem Handel verschwunden sein. Einen neuen Verwendungszweck hat ein Ingenieur aus Essen für sie gefunden. Er verkauft diese hierzulande nicht als Leuchtmittel, sondern als Heizung. Seine „Heatballs“ besäßen mit 95 Prozent einen extrem hohen Wirkungsgrad bei der Wärmeerzeugung. Die dabei entstehende Leuchtwirkung sei produktionstechnisch bedingt „völlig unbedenklich“. Verbraucher, die mit ihrer Lichtquelle hingegen lieber sparsam leuchten als ungewöhnlich heizen möchten, finden unter www.energieagentur.nrw.de/tools/energiesparlampen ein cleveres Tool für die Lampenwahl.
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ESB ENERGIE + SPAREN | 3/2010
Auf Nummer sicher
Checkliste: Die Gasschau im Haus

Einmal im Jahr darf man ruhig genauer hinschauen: Bei der sogenannten Hausschau auch „Gas-Check“ oder „Gasschau“ genannt. Dabei wird die Gasanlage zu Hause einer Sichtkontrolle unterworfen. Der Check ist schnell gemacht und auch ohne technische Fähigkeiten selbst durchzuführen. ESB erklärt, was dabei zu beachten ist.

Quelle: Energie Südbayern GmbH
Hängt das alte Fahrrad an der Gasleitung, blättert bereits die Farbe an den Rohren ab oder stehen die Ski aus der letzten Saison vor der Gasabsperreinrichtung im Keller? Wenn ja – dann ist es vielleicht an der Zeit die ESB-Checkliste in die Hand zu nehmen und zehn Punkte zur Hausschau abzuhaken.

Die Hausschau ist zwar nicht gesetzlich vorgeschrieben. Sie gehört jedoch zur sogenannten Verkehrssicherungspflicht für Gebäude, vergleichbar mit dem Schneeräumen vor dem Haus. Conny Reichelt, Heizungsexperte der ESB empfiehlt: „Verbraucher, die eine Hausschau vornehmen möchten, können dies am einfachsten mit einer Checkliste tun“. Die wichtigsten Punkte finden Verbraucher in dieser Ausgabe von Energie + Sparen. Unter www.dvgw.de/gas/informationen-fuer-verbraucher/der-jahres-check-im-haus gibt es die ausführliche Version.

Hausschau für jeden
Übrigens: Durchführen darf die Hausschau jeder. Der Hausbesitzer selbst, der Mieter und natürlich ein Fachmann. Seriöse Unternehmen bieten die Hausschau meist gegen eine geringe Gebühr als reine Sichtkontrolle an. Auch weisen sie darauf hin, dass der Check empfehlenswert, aber keine Pflicht ist. Sind alle Punkte in Ordnung, kann man in zwölf Monaten wieder daran denken. Gab es Mängel, die nicht selbst zu beseitigen waren, dann sollte man sich an einen SHK-Fachmann oder den zuständigen Erdgasnetzbetreiber wenden.

ESB-Checkliste für die Hausschau:
  • Freier Zugang zu Absperreinrichtungen an Hausanschluss und Zähler? >
  • Gasleitungen in einwandfreiem Zustand? Besonders an Wand- oder Deckendurchführungen sowie in feuchten, unbelüfteten Räumen.
  • Gasleitungen gut befestigt und frei von „Anhängen“ wie Fahrrad oder Gartengerät?
  • Lüftungsöffnungen an Verkleidungen vorhanden und unverstellt?
  • Verbrennungsluftöffnungen (Wand oder Tür) im Aufstellraum der Gasgeräte geöffnet?
  • Ausreichende Verbrennungsluftzufuhr nach Neu-Einbau von Fenstern und Türen?
  • Installation einer neuen Abluft-Dunstabzugshaube oder eines Abluft-Wäschetrockners mit dem Fachmann abgesprochen?
  • Schlauchleitung vom Gasherd zur Gassteckdose ohne Knick, unbeschädigt sowie ausreichend von Hitze und Flammen entfernt?
  • Brennt die sichtbare Flamme am Gasgerät: durchgehend blau?
  • Gasgeräte intakt, ohne Rußspuren, auffällige Geräusche oder Geruch?
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ESB ENERGIE + SPAREN | 3/2010
+++ Energie + Sparen-Ticker +++

Mikro-BHKW: Live im Internet
Erdgasverbrauch, selbst genutzter Strom, Durchflussmengen: Daten wie diese sammeln ESB und Wissenschaftler der Technischen Universität München bei einem Feldtest mit vier Mikro-Blockheizkraftwerken. Dank ausgefeilter Messtechnik haben sie alles im Blick, was gerade geschieht. Auch Verbraucher können sich jetzt im Internet einloggen und einen Blick auf die aktuellen Messwerte werfen. Die erweiterten Funktionen wie Ansicht der zeitlichen Verläufe oder Leistungsparameter stehen jedoch nur den Projektmitarbeitern zur Verfügung.

Diese Mikro-BHKW liefern Daten ins Internet:
Oberau: http://oberau.dyndns.org
Hohenlinden: http://hohenlinden.dyndns.org
Pfaffenhofen: http://pfaffenhofen.dyndns.org
Bruckmühl: http://bruckmuhl.dyndns.org

Was ist eigentlich die EEG-Umlage?
Nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) erhalten die Betreiber von Wind-, Solar- oder Biogasanlagen von den Stromnetzbetreibern feste Tarife für ihren erzeugten Strom.
Da die Stromerzeugungskosten neuer Technologien oft noch erheblich höher liegen als die von konventionellen Kraftwerken, sind relativ hohe Einspeisevergütungen notwendig, um den Betrieb solcher Anlagen für ihre Betreiber gerade in der Anfangsphase tragbar zu machen. Mit der EEG-Umlage wurde ein gesetzlich festgelegtes Umlageverfahren entwickelt, das die Kosten zur Förderung regenerativer Energien erstmals transparent auf alle Stromkunden in Deutschland umlegt.
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