Newsletter für Geschäftskunden der Stadtwerke Gronau
Ausgabe Dezember 2010
Sehr geehrte Kunden,

das Thema Energie steht auch im neuen Jahr im Mittelpunkt. Ein maßgeschneidertes Energiemanagement zahlt sich in jedem Betrieb und Unternehmen aus. Dafür hat das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) den kostenlosen Leitfaden „Energiemanagement in der Praxis“ herausgegeben. Nutzen Sie die Möglichkeit, diesen beim untenstehenden Bericht kostenlos herunter zu laden und trimmen Sie Ihr Unternehmen auf Effizienz. Das fängt übrigens schon damit an, den Wasserzähler frostsicher zu machen, denn auch die kleinen Dinge zählen. Wir wünschen allen Kunden ein energiegeladenes 2011.

Wenn Sie Fragen, Anregungen oder Kritik haben, dann schreiben Sie uns einfach eine E-Mail an energie-pro@stadtwerke-gronau.de.

Ihr Franz-Josef Bernhart
Centerleiter Handel/Vertrieb
Stromsteuer: Belastungen für das produzierende Gewerbe
Wasserzähler vor Frost schützen
Geschäftsprozessoptimierung bei den Stadtwerken
Neuer Stadtwerke-Aufsichtsrat
Marktpreisinformationen: Wirtschaft in XXL-Laune, Talfahrt im Terminhandel vorerst beendet
Energiemanagement – leicht gemacht!
Newsticker
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Stromsteuer: Belastungen für das produzierende Gewerbe

Das Bundeskabinett hatte dem Entwurf zur Änderung des Energie- und Stromsteuergesetzes im Rahmen des Haushaltsbegleitgesetzes 2011 bereits zugestimmt. Doch die Kritik war laut, nun bessert die Regierung kräftig nach. In der Novelle waren gravierende Einschnitte für das produzierende Gewerbe im Energie- und Stromsteuergesetz geplant. Einschränkungen sollten insbesondere bei dem ermäßigten Steuersatz sowie beim Spitzenausgleich vorgenommen werden. Der Status quo? Die Gesetzesänderung kommt, aber mit weniger dramatischen Einschnitten. Es folgt eine Chronik …

Der politische Hintergrund
Mit dem Gesetz zum Einstieg in eine ökologische Steuerreform führte die Regierung Schröder 1999 in Deutschland die Ökosteuer bzw. Energiesteuer ein. Rot-Grün legte den Steuersatz auf das 40-fache (20,50 Euro/Megawattstunde bzw. MWh) des europäischen Mindestsatzes (0,5 Euro/MWh) fest. Für das produzierende Gewerbe relevant ist insbesondere die Energiesteuer auf den Einsatz von Strom und Gas. Parallel zur Einführung der Energiesteuer – als Gegenleistung für den europaweit höchsten Steuersatz – wurden die Beitragssätze zur Rentenversicherung für Arbeitgeber und Arbeitnehmer gesenkt. Für die Industrie gilt ein Verrechnungsmechanismus, der sogenannte Spitzensteuerausgleich.

Die Ansatzpunkte im Überblick
Die ermäßigten Steuersätze bei der Energiesteuer und der Stromsteuer sollten im ersten Gesetzesentwurf gegenüber den geltenden Regelungen halbiert werden. Bislang kamen Unternehmen des produzierenden Gewerbes in den Genuss eines 40-Prozent (2009: 12,30 Euro/MWh) ermäßigten Regelsteuersatzes auf Heizöl, Gas und Strom, und zwar oberhalb eines Sockelbeitrags von 512 Euro im Jahr. Der erste Gesetzesentwurf sah die Ermäßigung auf 20 Prozent (2010: 16,30/MWh) des Regelsteuersatzes vor. Der Sockelbetrag sollte auf 2.500 Euro angehoben werden.

Neuer Sockelbetrag ab 120.000 Kilowattstunden
Im Klartext: Wäre der Sockelbetrag verfünffacht worden, wären alle Betriebe, deren Stromverbrauch unter 120.000 Kilowattstunden gelegen hätte, von der Vergünstigung ausgeschlossen worden.

Spitzenausgleich reduziert
Bisher war es beim Spitzenausgleich so: Liegt die Energiesteuerlast eines Unternehmens höher als die sich aus der Senkung der Rentenversicherungsbeiträge ergebende Entlastung bei den Arbeitskosten, erhält das Unternehmen bislang 95 Prozent der Differenz rückvergütet. Dabei wird unterstellt, dass die Entlastung durch die Senkung der Beitragssätze zur Rentenversicherung 0,4 Prozent des rentenversicherungspflichtigen Arbeitsentgelts beträgt. Der erste Gesetzesentwurf sah folgende Änderung vor: Abschmelzen des Entlastungssatzes beim Spitzenausgleich auf 73 Prozent (bisher 95 Prozent) in den Jahren 2011 und 2012.

Jetzt wird nachgebessert
Mit diesen Änderungen wollte die Bundesregierung kurzfristig Steuereinnahmen von 1,5 Milliarden Euro pro Jahr generieren. Allerdings stieß das Stromsteuer-Paket auf Kritik in Politik und Wirtschaft. Rund 870.000 Arbeitsplätze in Gießereien, Zementwerken und Chemie-Unternehmen galten als gefährdet. Nun folgt eine Phase des Korrigierens, Nachbesserns und Abschwächens. Die Kernpunkte bleiben weitgehend gleich, aber am Ausmaß der Belastungen für das produzierende Gewerbe wird gefeilt:

  • Statt mit 1,5 Milliarden Euro im nächsten Jahr, sollen die Betriebe nur noch mit 500 Millionen Euro zusätzlich belastet werden.
  • Der Sockelbetrag, ab dem eine Befreiung von der Steuer überhaupt erst möglich ist, soll nur noch auf 1.000 Euro angehoben werden (statt 2.500 Euro).
  • Der Entlastungssatz beim Spitzenausgleich soll immerhin noch auf 75 Prozent abgeschmolzen werden (statt wie vorgesehen 73 Prozent; in der Diskussion standen sogar 60 Prozent in 2012).

Gegenfinanziert werden soll das Entgegenkommen der Regierung bei der Ökosteuer zumindest teilweise über eine Erhöhung der Tabaksteuer.
 

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Wasserzähler vor Frost schützen

Der Winter wird kalt. Unter Minus 10 Grad schon Anfang Dezember, da friert auch der Wasserzähler, wenn er nicht ausreichend geschützt wird.
Besonders betroffen sind Wasserzähler in Zählerschächten, ungeheizten Lagerräumen, Garagen oder Gewerbehallen, da sie dort den kühlen Außentemperaturen ungeschützt ausgesetzt sind. Gefahr besteht auch bei mehrtägiger Abwesenheit, zum Beispiel über die Feiertage, wenn das Wasser längere Zeit in den Wasserzählern steht. Gefriert das Wasser, dehnt es sich aus und bringt das 15 Millimeter dicke Zählerglas zum platzen.

Immer wieder müssen die Stadtwerke Gronau Wasserzähler aufgrund von Frostschäden auswechseln. Da jeder Kunde für den Schutz der Zähler selbst zuständig ist, müssen die Stadtwerke dann auch die Kosten für den Zählerwechsel in Höhe von mindestens 80 Euro berechnen. Geld, das man sich einfach sparen kann: Für eine sichere Überwinterung des Zählers reichen einfache Mittel wie Glaswolle, Styropor, Schaumstoff oder auch Baumwollsäcke, mit denen man den Zähler schützen kann. Wer auf Nummer sicher gehen will, kann auch auf Frostwächter setzen. Das sind thermostatgesteuerte Heizgeräte, die bei niedrigen Temperaturen das Einfrieren von Leitungen und Zählern vermeiden.
 

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Geschäftsprozessoptimierung bei den Stadtwerken

Bereits Mitte 2008 wurde bei den Stadtwerken Gronau ein Projekt zur Struktur- und Geschäftsprozessoptimierung gestartet, um die Bemühungen im Bereich Kostenmanagement weiter zu intensivieren. Auf der Basis eines prozessorientierten Benchmarking wurden für die Leistungsbereiche der Stadtwerke Effizienzpotentiale ermittelt, die den „Stellhebel“ für die nachfolgende Optimierung der Prozesse darstellen. Dazu wurden detaillierte Informationen zu den Kosten der Arbeitsprozesse erhoben und mit „besten Werten“ anderer Versorgungsunternehmen verglichen. Ein Großteil der definierten Maßnahmen wurde bereits in 2009 und 2010 umgesetzt. Einzelne Maßnahmen erstrecken sich bis 2012. Mit dem Projekt zur Struktur- und Prozessoptimierung stellen die Stadtwerke Gronau die Weichen für die Zukunft. Die organisatorischen Änderungen sowie der Einsatz neuer Steuerungsinstrumente fördern den Ausbau der Wettbewerbs- und Kundenorientierung und sorgen intern für effizientere Prozesse.

Mehr Infos bei Stefan Zimmermann
Leiter Unternehmenssteuerung und –entwicklung
Telefon 02562/717-505
 

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Neuer Stadtwerke-Aufsichtsrat

Im Mai hatte der Rat der Stadt Gronau den neuen Aufsichtsrat der Stadtwerke bestellt. In seiner konstituierenden Sitzung im Juli wählte dieser Walter Arends (UWG) zum Vorsitzenden. Ende Oktober kamen die Mitglieder zum Foto zusammen.

Dem Aufsichtsrat der Stadtwerke gehören insgesamt 21 Mitglieder an. Neben dem Bürgermeister der Stadt Gronau, acht Ratsmitgliedern und fünf sachkundigen Bürgern sind dies auch der Geschäftsführer, die beiden Prokuristen sowie vier Mitarbeitervertreter der Stadtwerke Gronau.
Zusammen mit der Geschäftsleitung stellt der Aufsichtsrat die Weichen für das unternehmerische Handeln der Stadtwerke; so wird mehrmals jährlich in Sitzungen über energiewirtschaftliche Themen, Investitionsvorhaben oder die unternehmerische Entwicklung beraten.


Foto von links nach rechts:
1. Reihe: Wolfgang Mazur, Josef Pieper, Karl-Heinz Holtwisch (Bürgermeister), Franz-Josef Bernhart (Prokurist), Erich Schwarze, Friedrich-Wilhelm Goldmeier (Geschäftsführer), Peter Zimmermann, Sebastian Laschke (in Vertretung für Ludger Schabbing)
2. Reihe: Gabriele Drees, Carl-Josef Detert, Franz Rohling, Klaus Lüttikhus, Thomas Beyer (Schriftführer), Herbert Krause (in Vertretung für Michael Teuner), Walter Arends (AR-Vorsitzender)
3. Reihe: Jörg Lenz, Ludger Dinkelborg (Prokurist), André Jäger, Michael Löhring, Sven Gabbe, Ulrich Overhageböck
Es fehlt Andreas Jürgens.

 

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Marktpreisinformationen: Wirtschaft in XXL-Laune, Talfahrt im Terminhandel vorerst beendet

Deutschlands Wirtschaft hat sich 2010 als „Konjunkturlokomotive Europas“ entpuppt. Die im November veröffentlichten Zahlen des Sachverständigenrates veranschlagen für 2010 ein Wachstum von 3,7 Prozent und für das nächste Jahr von 2,2 Prozent. Zwar sehen die Ökonomen Risiken für die Außenwirtschaft, in erster Linie aufgrund der Spannungen im internationalen Währungsgefüge, dafür verbesserte sich seit dem dritten Quartal die Entwicklung des Binnenhandels ständig. Zusätzlich dürfte das diesjährige Weihnachtsgeschäft noch für kräftige Impulse sorgen.

Der positiven wirtschaftlichen Entwicklung entspricht der ifo Geschäftsklima-Indikator, der im November erneut gestiegen ist. Sowohl die aktuelle Geschäftssituation als auch die Geschäftsperspektiven für das kommende halbe Jahr bewerten die Unternehmen positiver als bisher. Damit liegt der Indikator inzwischen über den Werten des Booms 2006/2007.
Von dieser Entwicklung setzte sich der Strom- und Gashandel an der Leipziger EEX in den letzten Monaten allerdings zunächst einmal ab. Bis Ende Juni stiegen – von einer kurzen Unterbrechung abgesehen – die Preise systematisch, danach begaben sich die Termingeschäfte bis zum Oktober auf Talfahrt. Erst der November brachte die Wende und stoppte den Sinkflug der Notierungen fürs Erste. Der Wintereinbruch sorgte vor allem bei den Gaspreisen für kräftige Impulse nach oben, auch der Stromhandel klettert allmählich wieder Richtung Sommernotierungen.
Zu den aktuellen Marktpreisinformationen
 

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Energiemanagement – leicht gemacht!

"Energie sparen lohnt sich immer – in jedem Fall, in jeder Branche." Ein Ausspruch, den viele deutsche Unternehmer in Zeiten von steigenden Energiekosten unterschreiben würden. In der Tat wirtschaftet klüger und profitabler, wer seine Energiekosten reduziert. Ein gutes Energiemanagement trägt zum Unternehmenserfolg bei. Aber: Wo anfangen? Antwort gibt jetzt der kostenlose Leitfaden „Energiemanagement in der Praxis“ des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU).

Aktionen koordinieren: Plan, Do, Check, Act
Der BMU-Leitfaden erklärt mit einfachen Worten, wie Unternehmen jeder Größe ihr individuelles Energiemanagement aufsetzen können. Im Zentrum steht dabei die Systematik. Wie gelingt es, die Energiebilanz des Unternehmens langfristig zu verbessern? Der Trick liegt in der Planung und Steuerung der Energiesparmaßnahmen. Der Energiemanager arbeitet nach der PDCA-Methode, welche vier Schritte vorsieht, die eine laufende Kontrolle und Verbesserung erlauben: PLAN – DO – CHECK – ACT:

  • PLAN: Legen Sie einen Energieverantwortlichen fest, erheben Sie Ihre Verbrauchsdaten und legen Sie Einsparziele fest.
  • DO: Leiten Sie Sparmaßnahmen ab und kommunizieren Sie diese auch deutlich gegenüber Ihren Mitarbeitern.
  • CHECK: Überwachen und messen Sie laufend Ihre Daten und bessern Sie gegebenenfalls nach.
  • ACT: Ziehen Sie Bilanz und leiten Sie die nächste Energiespar-Runde ein.

Checklisten helfen dem Energiemanager bei der Arbeit
Es will an viel gedacht sein: Beleuchtung, Prozesswärme, Druckluft, Heizenergie, Fuhrpark, Klimaanlage, aber auch und zuerst an die passenden Messinstrumente, Erhebungsverfahren und Bewertungen. Genau hier setzt die Checkliste des BMU-Leitfadens an. Anhand eines Fragenkatalogs weist sie dem Energiemanager aus, ob er Unternehmensstrukturen geschaffen hat, die das Unternehmen überhaupt dazu befähigen, Energie zu sparen.

>> Zum Broschüren-Download
 

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Newsticker

PV günstiger

Laut Bundesverband Solarwirtschaft (BSW Solar) sind die Preise für schlüsselfertige Solarstromanlagen in den letzten fünf Jahren um rund 40 Prozent gesunken, allein in den letzten zwölf Monaten um durchschnittlich 13 Prozent.

Die Gründe für die günstigeren Preise liegen in der effizienteren Fertigung der Anlagen sowie in den Investitionen in die Fabriken und in Forschung und Entwicklung. Wenn sich die Preise weiter so entwickeln, könne es bis 2012 Netzparität geben, so der BSW Solar. Anders gesagt: Der Strom vom Dach wäre dann nicht teurer als der konventionelle Haushaltsstrom eines Energieversorgers.


Gemeinsam kämpfen


Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) appellierte an Bundesumweltminister Röttgen, in Cancun zusammen mit der EU für die Weiterführung des Kyoto-Protokolls zu kämpfen. Das globale Rahmenabkommen zur Senkung der Treibhausgase müsse mit strengen nationalen Vorgaben zur CO2-Minderung verbunden werden.

Kritisiert hat der BUND die Vorschläge der anwesenden Vertreter von Siemens, Volkswagen und von Emissionshandelsunternehmen: Diese setzten vorrangig auf freiwillige Klimaschutzmaßnahmen bzw. auf nachsorgende Technologien wie die CO2-Abscheidung in Kohlekraftwerken.

Die Europäische Gemeinschaft müsse weit höhere Ziele zusichern, um den Stillstand bei den internationalen Verhandlungen zu überwinden. Dadurch würden auch andere Staaten oder Staatengruppen unter Zugzwang gesetzt. Schließlich spreche auch aus wirtschaftlicher Sicht alles dafür, verstärkte Klimaschutzanstrengungen zuerst in den Industriestaaten vorzunehmen.
 

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Impressum

Stadtwerke Gronau GmbH
Laubstiege 19
48599 Gronau

Vertretungsberechtigter: Friedrich-Wilhelm Goldmeier
zuständige Aufsichtsbehörde: Ministerium für Wirtschaft, Mittelstand und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen

Handelsregister: Amtsgericht Coesfeld, HRB B 5724
Umsatzsteuer-Identifikationsnummer: DE 123770553